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Suchthilfe - Stationäre Therapie Haus Grafrath

Suchthilfe - Stationäre Therapie Haus Grafrath

Bahnhofstr. 61

82284 Grafrath


+49 (0) 8144 9317-3

+49 (0) 8144 9317-50

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Aufnahme/Indikationen:

  • Stoffliche Suchtmittelabhängigkeit, vorwiegend Abhängigkeit von Opiaten
  • Polytoxikomanie
  • Comorbidität: Hepatitis B, Hepatitis C, HIV
  • Männer und Frauen ab 18 Jahren.

Behandlungsplätze:
34


Oualitätsmanagement:


  • Zertifikation
    • Zertifikation

      Kommentar der Einrichtung:




Behandlungsdauer:
Langzeittherapie: Die Dauer wird individuell festgelegt, maximal 26 Wochen Kerntherapie und bis zu 16 Wochen Adaption. Wiederholungs- bzw. Stabilisierungstherapien mit individuell vereinbarter Behandlungsdauer nach Maßgabe des Leistungsträgers.

Behandlungsziele:

  • Langfristige Suchtmittelunabhängigkeit
  • Weitgehende Behebung körperlicher und seelischer Störungen
  • Selbstverantwortung und Leistungsbereitschaft
  • Erhalten bzw. Erreichen einer möglichst dauerhaften Eingliederung in Arbeit, Beruf und Gesellschaft

Besondere Angebote:

  • Psychoedukatives Therapieangebot,
  • Bildungsprojekt (Schulunterricht) in Kooperation mit dem anthroposophischem Zentrum Marthashofen in Grafrath;
  • Raucherreduktionsprogramm in Kooperation mit dem Beratungszentrum Tal 19 in München;
  • differenziertes und qualifiziertes Sportangebot durch einen Diplom-Sportlehrer
  • Suchtspezifische Ohrakupunktur
  • professionell geleitete Theatergruppe.

Nachsorge:

  • Ambulante Weiterbehandlung im Beratungszentrum TAL 19 in München
  • Betreutes Wohnen in Fürstenfeldbruck in Zusammenarbeit mit dem "Brucker Weg" e. V.
  • Arbeitsberatung- und -vermittlung über den Verein Prop.e.V. in München,
  • Ausbildungsplätze über die Werkstätten am Westpark in München in Trägerschaft der Caritas

Kosten- und Leistungsträger:
Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd (federführend),
Anerkennung durch die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin, Krankenkassen, überörtliche Sozialhilfeträger

Planungen:
Erweiterung und Ergänzung des Therapieangebotes für die Zielgruppe junger cannabisabhängiger Patienten

Netzwerk:
Therapieverbund Oberbayern (Rehabilitation)

Klinikleitung:
Marcus Breuer, Dipl.-Psychologe, psychologischer Psychotherapeut

Ärztliche Leitung:
Dr. Manuela Haag; Fachärztin für Psychiatrie; Diplom-Psychologin

Aufnahme:
Doris Jung, Dipl. Soz. Päd.: 08144 - 931747: Montag – Freitag 9-12h


Aus dem Konzept der Fachklinik Grafrath:
Behandlungsverständnis
"Die Grundlage unserer therapeutischen Arbeit bildet eine ganzheitliche Betrachtungsweise, wonach ein Mensch sein Leben in körperlicher, seelischer, geistiger und sozialer Hinsicht entfalten und verwirklichen, aber auch verfehlen kann. Therapie fassen wir als Hilfe zur Selbsthilfe auf, d.h. als eine Stärkung der nach Gesundung drängenden Anteile in jedem einzelnen Menschen. Das Behandlungskonzept beruht auf den Grundlagen der humanistischen Psychologie und ist tiefenpsychologisch fundiert.
In der Suchtforschung wird mittlerweile weitgehend übereinstimmend davon ausgegangen, dass es keine dem Symptom zugrunde liegende ‚Suchtpersönlichkeit' gibt (vgl. Bühringer 1990, Welz 1987, Ellring u. Vollmer 1991). Auch die Annahme, dass es eine gemeinsame, allen Abhängigkeitskranken zugrunde liegende Grundstörung gibt, ist wissenschaftlich nicht belegt. Kennzeichnend bleiben auf der individuellen Ebene die Unfähigkeit zur Abstinenz und der Verlust der Selbstkontrolle.
Wir gehen davon aus, dass es sich bei einer Suchtmittelabhängigkeit aus psychodynamischer Sicht um ein prozesshaftes Geschehen multifaktorieller Genese handelt. Suchtmittelabhängigkeit von psychotropen Substanzen ist eine Erkrankung, die sich in einem komplexen Kontext biologischer, psychischer, sozialer und gesellschaftlicher Bedingungen entwickelt und von ihnen aufrechterhalten wird. Daher kann die Abhängigkeitsproblematik nicht nur als ausschließlich individuelles Problem gesehen werden, z.B. als missglückter Selbstheilungsversuch mittels psychotroper Substanzen, sondern sie muss in ihren komplexen Zusammenhängen erkannt und bearbeitet werden. Im Rahmen der Grundannahme der Suchtmittelabhängigkeit als multikausales und mehrdimensionales Phänomen können gleichwohl Belastungsfaktoren konstatiert werden, die eine Abhängigkeitsentwicklung fördern."


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