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Suchthilfe - Soziotherapie Ludwigsbad

Soziotherapie Ludwigsbad

Seidlpark 10

82418 Murnau am Staffelsee


+49 (0) 8841 4899-0

+49 (0) 8841 4899-130

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Aufnahme/Indikationen:

  • Chronische Suchtkrankheit
  • Alkoholismus
  • Medikamentenabhängigkeit
  • Abhängigkeit von illegalen Drogen
  • Methadonsubstitution
  • Polytoxikomanie
  • Doppeldiagnosen, wenn die Sucht primär ist

Behandlungsplätze:
39 Plätze für abstinente Abhängige
16 Plätze für substituierte Drogenabhängige
10 Plätze Intensivbetreuung in geschlossener Abteilung (in Planung Sommer 05)

Behandlungsziele:

  • Fähigkeit zur abstinenten Lebensführung
  • Längerfristige Substitution ohne Beigebrauch
  • Reduktion des Substituts
  • Stärkung von Selbstbewusstsein und Lebensfreude
  • Soziale Wiedereingliederung

Behandlungsdauer:
Generell unbefristet, orientiert am individuellen Verlauf

Psychotherapie:
Nach Bedarf durch Konsiliarärzte

Therapiestruktur:
Prinzip der Therapeutischen Gemeinschaft, soziotherapeutisch geprägt.

Behandlungsformen:
Gruppensitzungen, Arbeitstherapie, Einzelgespräche, Sucht-, Paar-, Frauen- und Männergruppen.

Besondere Angebote:

  • Computerschulung
  • Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss
  • Regelmäßige Freizeitveranstaltungen
  • Regelmäßiges, breitgefächertes Sportangebot

Leitung:
Ilona Artz, Dipl.-Sozialpäd.

Stellvertretende Leitung:
Michael Leinberger, Dipl. Soz. Wiss.

Aufnahme / Sozialdienst:
Konstanze Frank Telefon + 49 (0) 8841 4899-103

Federführender Leistungsträger:
Bezirk Oberbayern

Aus dem Konzept von Ludwigsbad:
Der suchtübergreifende Therapieansatz
"Das Zusammenleben von Bewohnern mit unterschiedlichen Suchtmittelabhängigkeiten wird noch oft als kontraindiziert empfunden. Es würden unterschiedliche Abhängigkeitskulturen einander gegenüberstehen. Die Passivität und Unterwürfigkeit des Alkoholkranken gegenüber der Dynamik und (Gesellschafts-) Rebellion des Drogenabhängigen sind die Bilder, die dabei präsentiert werden.
Davon ausgehend, dass die Mittel zur Suchtbefriedigung zwar unterschiedlich sind und unterschiedliche Auswirkungen auf die daraus entwickelte Suchtstruktur (in psychischer und sozialer Hinsicht) haben können, muss festgestellt werden, dass auf der Meta-Ebene Suchtverhalten weitestgehend identisch ist. Diese Erkenntnis bietet die Grundlage für die Gruppen, eine unterschiedliche Dynamik in den therapeutischen Lernprozess einzusetzen. Der klassische, in sich zurückgezogene Alkoholabhängige kann eine Störung seiner Lethargie erleben, während der chaotische Drogenabhängige eine Beruhigung in seinem täglichen Ablauf erfahren kann. Diese Synergie bietet allen Beteiligten therapeutische Lernmomente, die in getrennten Gruppenprozessen nur auf synthetische Weise (provozieren von Konflikten, verlangsamen von Prozessen) zu realisieren wären.
Der Gefahr, dass eine der Gruppen in dem Prozess Überhand nehmen würde, wird durch die räumliche Trennung der Wohnmodule, spezifisch begleitete Gruppenprozesse, Ausgewogenheit in der Gruppenzusammenstellung und nicht zuletzt durch den Willen der Bewohner, sich in einen integrativen soziotherapeutischen Lernprozess zu begeben, entgegengewirkt.
Durch die steigende Zahl von polytoxen und polyvalenten Abhängigen werden die Grenzen zwischen den Gruppen immer weiter aufgelöst."


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