Aufnahme/Indikationen:
Behandlungsplätze:
39 Plätze für abstinente Abhängige
16 Plätze für substituierte Drogenabhängige
10 Plätze Intensivbetreuung in geschlossener Abteilung (in Planung Sommer 05)
Behandlungsziele:
Behandlungsdauer:
Generell unbefristet, orientiert am individuellen Verlauf
Psychotherapie:
Nach Bedarf durch Konsiliarärzte
Therapiestruktur:
Prinzip der Therapeutischen Gemeinschaft, soziotherapeutisch geprägt.
Behandlungsformen:
Gruppensitzungen, Arbeitstherapie, Einzelgespräche, Sucht-, Paar-, Frauen- und Männergruppen.
Besondere Angebote:
Leitung:
Ilona Artz, Dipl.-Sozialpäd.
Stellvertretende Leitung:
Michael Leinberger, Dipl. Soz. Wiss.
Aufnahme / Sozialdienst:
Konstanze Frank Telefon + 49 (0) 8841 4899-103
Federführender Leistungsträger:
Bezirk Oberbayern
Aus dem Konzept von Ludwigsbad:
Der suchtübergreifende Therapieansatz
"Das Zusammenleben von Bewohnern mit unterschiedlichen Suchtmittelabhängigkeiten wird noch oft als kontraindiziert empfunden. Es würden unterschiedliche Abhängigkeitskulturen einander gegenüberstehen. Die Passivität und Unterwürfigkeit des Alkoholkranken gegenüber der Dynamik und (Gesellschafts-) Rebellion des Drogenabhängigen sind die Bilder, die dabei präsentiert werden.
Davon ausgehend, dass die Mittel zur Suchtbefriedigung zwar unterschiedlich sind und unterschiedliche Auswirkungen auf die daraus entwickelte Suchtstruktur (in psychischer und sozialer Hinsicht) haben können, muss festgestellt werden, dass auf der Meta-Ebene Suchtverhalten weitestgehend identisch ist. Diese Erkenntnis bietet die Grundlage für die Gruppen, eine unterschiedliche Dynamik in den therapeutischen Lernprozess einzusetzen. Der klassische, in sich zurückgezogene Alkoholabhängige kann eine Störung seiner Lethargie erleben, während der chaotische Drogenabhängige eine Beruhigung in seinem täglichen Ablauf erfahren kann. Diese Synergie bietet allen Beteiligten therapeutische Lernmomente, die in getrennten Gruppenprozessen nur auf synthetische Weise (provozieren von Konflikten, verlangsamen von Prozessen) zu realisieren wären.
Der Gefahr, dass eine der Gruppen in dem Prozess Überhand nehmen würde, wird durch die räumliche Trennung der Wohnmodule, spezifisch begleitete Gruppenprozesse, Ausgewogenheit in der Gruppenzusammenstellung und nicht zuletzt durch den Willen der Bewohner, sich in einen integrativen soziotherapeutischen Lernprozess zu begeben, entgegengewirkt.
Durch die steigende Zahl von polytoxen und polyvalenten Abhängigen werden die Grenzen zwischen den Gruppen immer weiter aufgelöst."
Deutscher Orden
Ordenswerke
Klosterweg 1
83629 Weyarn
Tel.: +49(0)8020 906-0
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