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Jugendhilfe - Betreutes Wohnen 4change

Jugendhilfe - Betreutes Wohnen 4change

Uedorferweg 70

53332 Bornheim


+49 (0) 2222 28049550

+49 (0) 2222 9273119

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Verselbstständigungsangebot
Platz in einer sozialpädagogisch betreuten Wohnform.

Träger
Deutscher Orden Ordenswerke K.d.ö.R.

Ansprechpartner
Max Benöhr

Betreuungsschlüssel
1 : 3
1 Pädagogische Mitarbeiterin

Mitarbeiterqualifikation
Bei der Zusammenstellung des Teams der Jugendhilfeeinrichtung "4change" haben wir neben der beruflichen Qualifikation der Bewerber und Bewerberinnen insbesondere den Blick auf Fähigkeiten wie Flexibilität, Reflexivität und Handlungskompetenz gerichtet. Die pädagogischen Fachkräfte weisen zusätzlich entweder eine therapeutische Zusatzausbildung auf, befinden sich in der nebenberuflichen Ausbildung zum Erwerb einer therapeutischen Zusatzqualifikation, und/oder verfügen über langjährige berufliche Erfahrung im Umgang mit Suchtmittelabhängigen, und/oder verfügen über langjährige Erfahrung in der Jugendhilfe. Therapeutische Kompetenz ist vertreten im Sinne einer Ausbildung zum psychoanalytisch ausgebildeten Gruppentherapeuten, einer Familien- und systemischen Ausbildung und, im Stadium der Ausbildung, einer psychoanalytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Die sozialpädagogischen Fachkräfte verfügen alle über ein anerkanntes Diplom.

Aufnahmealter/Betreuungsalter
Unsere Hilfe zur Erziehung richtet sich an suchtmittelkonsumierende junge Menschen, beiderlei Geschlechts, im Alter von 12 – 17. Junge Volljährige erhalten Hilfe im Rahmen eines Wohnkonzeptes mit dem Ziel der Verselbstständigung (Dazu liegt eine eigene Leistungsbeschreibung vor).

Kapazitäten
7 Plätze im Intensivbereich

Gesetzliche Grundlage
§ 27 i.V.m. §§ 34, 35, und 35a und § 41 SGB VIII

Die Einrichtung:
Drei Einzelzimmer, Gemeinschaftsraum, Sanitäranlagen, Küchen und Essbereich, zwei Kellerräume. Insgesamt verfügt der Verselbstständigungsbereich über 118 qm Wohnfläche.
Jugendliche und junge Volljährige erhalten bei 4change Hilfe mit dem Ziel eines eigenverantwortlichen Lebens. Der junge Mensch wird in allen Fragen seiner persönlichen Entwicklung (Identität) sowie beim Aufbau eines eigenen Lebensfeldes beraten und unterstützt. Angestrebt wird das eigenständige Wohnen in einer Wohngemeinschaft mit drei Plätzen. Bei diesem Angebot handelt es sich im Sinne der Entgeltsystematik um ein Angebot mit niedrigem Betreuungsaufwand. Dies schließt die Unterstützung und Beratung im Sinne der Eingliederung in Ausbildung und Beschäftigung sowie der allgemeinen Lebensführung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ein. Diese Betreuungsform ist angezeigt insbesondere für jene junge Menschen, die sich aus unserem Intensivangebot herausentwickelt haben.

Zielgruppe/Indikation
Die Zielgruppe der Verselbständigungsgruppe sind Jugendliche und Heranwachsende ab 16 Jahren, bei denen eine Rückführung in die Familie nicht angestrebt wird.

Kontraindikation
Jugendliche, die wegen der Schwere ihrer Störung nicht vorrangig in erzieherische Weise betreut werden können, markieren eine Grenze, die wir als Ausschlusskriterium definieren. Darunter fallen beispielsweise extrem psychische Störungen oder eine massiv verfestigte Delinquenz.

Ziele
Durch eine Verbindung von Alltagserleben und erzieherischer Hilfe soll auf folgende Ziele hingearbeitet werden:


Die Notwendigen Grundlagen für die künftige Lebensbewältigung sind geschaffen. Insbesondere die schulische oder berufliche Situation ist geklärt. Der Jugendliche geht eigenverantwortlich mit alltäglichen und besonderen Erfordernissen und Herausforderungen des Lebens um. Es hat ein geplanter und bewusster Abschied von der Einrichtung stattgefunden.


Folgende Kernziele sind damit verbunden:


hat aufgrund eines strukturierten Tagesablaufs Alltagsgewohnheiten ausgebildet und kommt mit den sich wiederholenden Aufgaben und Verpflichtungen besser zurecht
hat eine stabile Lern- und Leistungsmotivation aufgebaut, die im eine Integration in Schule und/oder Beruf ermöglicht
hat in seinem sozialen Umfeld Kontakte aufgebaut, von denen keine Gefährdungen für ihn ausgehen. Er erkennt Gefährdungen, die sich in seinen sozialen Bezügen ergeben können und kann sich entsprechend davon abgrenzen.
Er hat grundlegende soziale Normen und Regeln akzeptiert und sie schrittweise verinnerlicht
Er kann sein Verhalten reflektieren, insbesondere die damit verbundenen Wirkungen auf andere
Kann sich in der Gesellschaft orientieren
Kann den Kontakt zur eigenen Familie realistisch einschätzen, und angemessenen Umgang pflegen

Methoden und Instrumente
Die Angebotskonzepte greifen auf das in der Sozialarbeit etablierte Set von Basismethoden zurück, verknüpfen bzw. kombinieren und modifizieren diese in speziellen Angeboten.


Einzelbetreuung und Einzelberatung
Familienarbeit
Partnerarbeit/ Paarberatung
Case – Management



Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen
Unsere Leistungen orientieren sich am Hilfebedarf und am Prinzip der ganzheitlichen Erziehung und Förderung nach Maßgabe des Hilfeplans. Zur Verselbständigung in eigener Lebensführung müssen insbesondere die Festigung lebenspraktischer Fertigkeiten, die für ein eigen verantwortliches Leben notwendig sind, um eine gelungene Alltagsbewältigung unterstützt werden. Geübt werden jetzt insbesondere wie Einkaufen, Kochen, Aufräumen, Putzen, Körperhygiene, Kleidereinkauf, Wäschepflege, Planung und Umgang mit Geld, Umgang mit Medien und Behörden, Freizeitgestaltung.
Der Jugendliche muss sich nun aktiv auf Wohnungssuche begeben. Dabei wird er nach Maßgabe des Hilfeplans bezüglich Zeitrahmen, Finanzierung und gegebenenfalls Betreuung hinsichtlich der bedarfgerechten Ausstattung, Lage, Infrastruktur sowie der Finanzierbarkeit der Wohnung unterstützt und begleitet. Hinsichtlich seiner Persönlichkeit arbeitet der Jugendliche mit pädagogischer Begleitung in dieser Phase gezielt an einem adäquaten Umgang mit den ihm zwar bekannten, aber immer noch problematischen Verhaltensmustern. Der Aufbau selbständiger Freizeitaktivitäten und Kontakte außerhalb der Einrichtung wird verstärkt.

Zusammenarbeit
Die Deutschordenswerke verfügen, regional unterschiedlich, über ambulante, teilstationäre und stationäre Hilfsangebote innerhalb der Suchtkrankenhilfe und gleichzeitig innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe. Diese Angebote können im Sinne einer Vernetzung von Hilfeleistungen von den beteiligten Sozialleistungsträger in Anspruch genommen werden.
Trägerübergreifend kooperieren wir mit allen Institutionen, die Bestandteil der Hilfeplanung sind. Darüber hinaus beteiligen wir uns an allen Projekten, die auf kooperative Beziehungen aufbauen, bzw. sind an deren Initiierung beteiligt.
Wir sind Mitglied in den spezifischen, regionalen Arbeitskreisen.

Qualitätssicherung
Wir verpflichten uns, Verfahren und Instrumente anzuwenden, die Aussagen zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität ermöglichen. Wir haben uns entschlossen diesbezüglich das GAB Verfahren anzuwenden. Das GAB- Verfahren der Qualitätssicherung und -entwicklung setzt in der Einrichtung selbst an (interne Qualitätssicherung), d.h. es verzichtet auf jede »allgemeingültige« inhaltliche Vorgabe, was »richtiges pädagogisches Handeln« sein soll. Hingegen erwartet es von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer Einrichtung, selbst zu erarbeiten und zu beschreiben, was in ihren Augen die erstrebenswerte Qualität ihres Handelns ist. Das Verfahren beruht auf dem Gedanken, dass jede Einrichtung die eigenen, dem Leitbild und dem Arbeitskonzept adäquaten Qualitätsmaßstäbe finden muss. Dazu beschreibt das Verfahren einen Weg, auf welche Weise jede Einrichtung diese Maßstäbe selbst formulieren kann. Dazu stehen z.B. die Instrumente Leitbild, Konzept und Handlungsleitlinie zur Verfügung. In einem zweiten Teil legt das Verfahren dann Vorgehensweisen fest, wie die so beschriebene Qualität Schritt für Schritt realisiert und die Organisation damit fähig wird, die Güte ihrer Leistungen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dazu dienen die Instrumente Qualitätszirkel, kollegiale Beratung und systematische Evaluation.


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Deutscher Orden
Ordenswerke
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83629 Weyarn

Tel.: +49(0)8020 906-0
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